Zwei große Abbruchhämmer auf Unterwasserarbeit

1 Juli 2016
By Indeco Staff

Das Ziel und das Projekt

Im Ortsteil Cala Ponte, wenig entfernt von der Ortschaft Polignano a Mare, gibt es schon seit den frühen siebziger Jahren ein Hafenbecken mit zwei Kaimauern mit Steinschüttung, das praktisch unbenutzt ist. Der Grund dafür liegt hauptsächlich darin, dass einige felsige Bereiche des Beckens ausgebaggert werden müssen.
Das Projekt der Vervollständigung des Hafens, das den Bau eines Hafenbeckens für die Sportschifffahrt umfasst, ist ein sehr wichtiges Element für den Aufschwung des Fremdenverkehrs, der mit viel Energie von der Gemeindeverwaltung von Polignano a Mare und den nahe gelegenen Gemeinden Alberobello, Castellana Grotte, Conversano, und Monopoli vorangetrieben wird. Die Küste südlich von Bari verfügt zwar über bedeutende historische und kulturelle Schätze und landschaftliche Schönheiten sowie über optimale klimatische Bedingungen praktisch zu jeder Jahreszeit, aber sie hat immer unter dem chronischen Mangel von unternehmerischen Initiativen im Fremdenverkehrsbereich und insbesondere in der Sportschifffahrt gelitten. Der Hafen käme auch der starken Nachfrage nach Anlagen für die Sportschifffahrt im südlichen Teil der Provinz Bari nach, die heute unzureichend von den nahen Häfen von Mola di Bari und Monopoli versorgt wird. Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass bei den Maßnahmen für den Ausbau des bereits vorhandenen Hafenbeckens mit großer Vorsicht vorgegangen werden muss, da hier ein sehr wertvolles Umwelterbe vorliegt.

Der Hafen heute

Der Hafen von Polignano a Mare kann als Hafen von wirtschaftlicher regionaler und überregionaler Bedeutung eingestuft werden. Er liegt im Ortsteil „Cala Ponte“ ca. 2 km nordwestlich der Ortschaft und also außerhalb in einem Bereich zwischen der Ortsmitte (im Südosten) und dem Bereich mit Fremdenverkehrseinrichtungen und Wohnanlagen (im Nordwesten); der Hafen ist gut an die Ortschaft Polignano und an die Schnellstraße (Staatsstraße Nr. 16) über die mit der kürzlichen Modernisierung durch den ANAS geschaffenen Verkehrsflächen angebunden. Die derzeitige Hafenstruktur besteht aus einer Außenmole, gegliedert in zwei Arme mit einer Gesamtlänge von 197 m, und einer 85 m langen Innenmole, die eine ca. 110 m breite Einmündung abgrenzen. Die einzigen rudimentären Liegeplätze sind nur auf kurzen Strecken der Außenmole und der Innenmole vorhanden. Das Fahrwasser im Hafen und längs seines Perimeters ist sehr niedrig; an mehreren Stellen des Hafenbeckens sind überwiegend felsige Untiefen vorhanden (Kalkgestein wie überall an der angrenzenden Küste). Was die Winde und die Wellen angeht, ist der kleine Hafen besonders dem Schirokko ausgesetzt, einem Wind, der – wenn er heftig weht – die gesamte umgebende Meeresfläche unbenutzbar macht. Die Außenmole ist leicht überschwemmbar, wenn bei Maestrale starker Seegang herrscht, da der Wellenbrecher nur +2,50 m hoch ist. Ferner ist die 115 m breite Einfahrt so groß, dass bei der Fortpflanzung des Seegangs lediglich der Bereich unterhalb der Innenmole geschützt bleibt, dessen Wassertiefe aber als Ankerplatz für die Schiffe nicht geeignet ist. Da der Hafen so sehr dem Wind und dem Seegang ausgesetzt ist, was zusammen mit den nicht ausreichenden Steinsperren des Hafenbeckens eine starke interne Wellenbewegung zur Folge hat, ist in Verbindung mit der Gefahr durch die geringe Wassertiefe und die örtlichen Untiefen die Nutzung des Hafens außer in den Sommermonaten, und dann auch nur durch kleinere Schiffe, ernsthaft eingeschränkt. In der Zeit zwischen Oktober und Mai, wenn starker Seegang besonders häufig auftritt, kann der Hafen nicht benutzt werden.

Die neuen Vorhaben

Im Großen und Ganzen handelt es sich um die Verlängerung der Außen- und Innenmolen, die Einfahrt, die Verbesserung der Zufahrt, die schwimmenden Landungsstege, die Geometrie und Typologie der Uferbefestigung. Das Hafenbecken wird ausgebaggert, um die Zufahrt und das Manövrieren der Wasserfahrzeuge verschiedener Größen sicherer zu gestalten; ferner werden die vorhandenen Anlegekais vergrößert.
Insbesondere erreicht die Wassertiefe im Beckenbereich zwischen der derzeitigen Einmündung und der Wurzel der Außenmole durch die Baggerarbeiten ca. -4,5 m; der Mittelbereich des Beckens kommt auf -3,5 m, der Bereich zwischen der Innenmole im Osten und dem Küstenstreifen im Süden auf -2,5 m und schließlich der innerste Bereich, im Westen des Beckens, der für die kleineren Wasserfahrzeuge bestimmt ist, auf -1,5 m. Die Vertiefung des Fahrwassers wird begleitet von Ausbau- und Umbauarbeiten und dem Bau neuer Anlegekais längs der Außen- und Innenmole.

Nassbaggerarbeiten, Volumen und Typologie des ausgebaggerten Materials

Im Großen und Ganzen weist der Meeresboden des Hafens von Polignano a Mare eine überwiegend felsige Beschaffenheit auf; er ist oft von einer mittelfeinen Sandschicht bedeckt, die vorwiegend im mittleren Bereich des Hafenbeckens und in der Nähe der derzeitigen Einfahrt vorhanden ist. Bei den Erkundungsbohrungen, die im Hafenbereich vorgenommen wurden, ergab sich die folgende Typologie des auszubaggernden Materials:
1) mittelfeiner Sand an der Oberfläche;
2) kompaktes Kalkmaterial.
Die Maßnahme sieht also außer dem Aushub des Gesteinsmaterials eine erste Abtragung der mittelfeinen
Sandschicht vor; diese Arbeiten werden im gesamten Hafenbecken vorgenommen, um die vorgesehenen Höhen des Fahrwassers zu erreichen. Da das ausgebaggerte Material überwiegend aus Kalk besteht, kann es nach einer Zwischenlagerung auf dem Festland in einem Bereich, der später als Parkplatz genutzt werden soll, zum größten Teil als Auffüllmaterial beim Bau der vorgesehenen neuen Infrastrukturen (Kais, Molen) wiederverwendet werden.

Ausbaggerarbeiten

Das Sandmaterial kann mit einem Schutenspüler ausgebaggert werden. Der Aushub des Gesteins wird mit zwei Hydraulikhämmern Indeco vorgenommen: ein HP 5000 ist auf einem CAT 325 D und ein HP 7000 auf einem CAT 330 D eingebaut. In 4 Monaten werden ca. 40.000 m3 Material abgetragen. Die Firma Trani Scavi verwendet Indeco-Hämmer seit 25 Jahren; sie besitzt auch Indeco HP 3000, HP 500, HP 1800. Sie benutzt ausschließlich Indeco-Hämmer.

Kurze Angaben zur Baustelle

Hauptauftraggeber:
Cala Ponte SpA, Noci BA ARGE zwischen:
• Cooperativa San Martino Chioggia VE – Fachfirma für Nassbaggerei
• Trani Scavi S.a.S. Trani BA – Fachfirma in Aushubarbeiten
• Valerio General Costruzioni S.r.l. Margherita di Savoia FG –
Bauunternehmen für öffentliche und private Bauvorhaben

Planer und Projektkoordinator für Cala Ponte S.p.A.
Ing. Giuseppe Lamanna

Technischer Baustellenverantwortlicher für Cooperativa San Martino
Ing. Luca Gallo

Baustellenverantwortlicher für den Unterwasserabbruch durch Trani Scavi
Geom. Francesco Pertout